es gibt immer einen Weg...

Kurz-Konzeption

  Q – S T A L L,   A u e n t a l

 

Wo
Hervorgegangen aus einer Erziehungsstelle liegen das heutige Kleinstheim Q-STALL und Auental ca 32 km nordwestlich Berlins in der Stadt Kremmen, Ortsteil Beetz. In einem umgebauten, ehemaligen Kuhstall gibt es 5 Plätze und im Auental 9 Plätze für Kinder und Jugendliche. Rings um Beetz liegen die Luchwiesen (Jahr für Jahr Treffpunkt für Kraniche und Störche), kleine Seen und Wälder.
Auental hat eine Gesamtwohnnutzfläche von ca 216 qm auf einem Gelände von etwas über 800 qm.
                          
Der Q-STALL gehört zu einem ehemaligen Gehöft mit  Katzen, Pferden, einem großen und einem kleinen Hofhund, auf ca 20.000 qm Wiese und Garten. Berlin läßt sich in einer guten ¾ Stunde mit der Regionalbahn über Hennigsdorf und Heiligensee, oder mit dem 801er  Bus und der S-Bahn über Oranienburg erreichen ( siehe auch Kartenanhang als Anlage).

 

Räumlichkeiten

 Im Auental verfügt jedes Kind über ein eigenes Zimmer. Es gibt eine große Wohnküche und einen gemütlichen Aufenthaltsraum, sowie 3 Bäder.  Zum Haus gehört ein uraltes Scheunengebäude, das zum ersten Arbeitsprojekt der Gruppe werden soll. Hier sollen eine Werkstatt, sowie ein Aufenthalts- und Spielraum eingerichtet werden.

Auch Auental hat einen Hofhund namens Timmy.

Zu den Räumlichkeiten und Möglichkeiten des

Q-STALLs  gehören ein Gemeinschaftsraum, eine Küche, eine Werkstatt, ein kleines digitales Musikstudio, 2 Bäder und eine Sauna. Jedes Kind/Jugendliche bewohnt ein Einzelzimmer.

Außerhalb der Häuser liegen Grill- und Feuerstellen.

  

Umfeld

In Kremmen besteht die Möglichkeit des Besuchs von Fußball- , Tischtennis- ,oder Rock´n Roll Vereinen, der Freiwilligen Feuerwehr, im Beetzer See läßt sich gut schwimmen und der Rhin oder der Königsgraben laden förmlich zum Kanufahren und Angeln ein(3 Kanus gehören zum Heiminventar, viele unserer Jugendlichen sind in Feuerwehr oder Angelverein). 2 Grundschulen (davon eine verlässliche Halbtagsgrundschule und eine Gesamtschule befinden sich in der Stadt.

 

Betreuung

Die Betreuung findet „Rund um die Uhr“ vom innewohnenden Diplom SozialpädagogInnen/Diplom Sozialarbeiter im Q-Stall, bzw. Erziehern und Sozialarbeiterinnen im Hause Auental statt.

Inhaltliche Schwerpunkte

Einer der Schwerpunkte Auentals ist das Erlernen der Selbständigkeit. Je nach Alter übernehmen die Jugendlichen den Einkauf und die Zubereitung ihres Essens selbst, sorgen für ihre Zimmer und besorgen sich selbst (mit Unterstützung) Praktika, etc.

WeitererSchwerpunkt im Auental wird der Umgang mit medialer Technik, sprich hauptsächlich Computern sein. Ob über Lernprogramme, über Vernetzung der Jugendlichen untereinander (was zum Nachrichten schreiben und damit zum Schreiben überhaupt führt, wie die Erfahrung zeigte), oder über Hilfsnutzung beim Drehen von digitalen Filmen und Rollenspielen, soll das Medium zum Lernen Anregen, sowie zur Selbstsichtweise und Verhaltensreflektion genutzt werden. 

Nicht vordergründig, aber doch von Bedeutsamkeit ist die Tatsache, dass der Computer aus der heutigen Arbeitswelt (auch eines Teils unserer Klientel) kaum noch wegzudenken ist.

Zum Leben in den Häusern und ihren pädagogischen Erklärungen gehören der Umgang mit Tieren. Die beiden hauseigenen Pferde bieten Möglichkeit zum Reiten, wobei Körperkoordination und Vertrauensbildung grade für ADSler den Schwerpunkt   bilden.

Hier soll nicht nur gelernt werden, Vertrauen aufzubauen, sondern auch Verantwortlichkeit zu entwickeln, Zuständigkeiten und Verbindlichkeiten einzugehen. Zudem bieten wir ohne zusätzliche Kosten das Erlernen des Reitens bei Profis auf einem Reiterhof im Nachbarort an. Aber auch Selbständigkeit beim Haushalt, Kochen und der Zimmerpflege wird eingeübt und erwartet. Der kleine Rahmen der Häuser fördert die individuelle Persönlichkeitsentwicklung und  den Aufbau gesunden Selbstbewußtseins, verlangt aber auch gegenseitige Rücksichtnahme und soziales Verhalten.

Die Pädagogik richtet sich im Q-STALL am intensiven Erfahren der Umwelt, sowie an Erfolgserlebnisvermittlung mittels handwerklicher oder musischer Kleinprojekte aus.

Im hauseigenen kleinen digitalen Musikstudio ist es möglich, eine eigene CD zu erstellen. Hier gibt es die Möglichkeit, die Anfänge eines Instruments (Gitarre, Keyboard, Bass) zu erlernen, oder anhand von Computerprogrammen zu arbeiten. Ob das vollendete Produkt als Geschenk an die Eltern etc geht oder dem Eigenbedarf zugeführt wird, spielt letztlich keine Rolle. Wichtig ist, selbst etwas hergestellt zu haben, was sich zeigen läßt.

 Zu den Häusern gehören Land, zwei Feuerstellen und 3 Kanus. Auch Abenteuerfahrten können einen Teil der Erlebnispädagogik ausmachen. Lernen des Aufeinander-angewiesen-seins, der Teamarbeit, aber auch der hautnahen Naturerlebnisse tragen zu einem besseren Selbstverständnis des Einzelnen bei.

 

Elternarbeit

Obwohl Beetz ein Stückchen vor Berlin liegt, legen wir Wert auf die Einbeziehung der Eltern. Auch wenn der kleine Rahmen sehr familiär wirkt, soll keine Konkurrenz zum Elternhause entstehen, - eher soll sich eine Vermittlungsstelle zwischen Eltern und Kind bilden, die die augenblicklichen Probleme auffängt und zu Lösungen anregt . Ziel soll es sein, die Jugendlichen oder Kinder auf Rückkehr in die Familie vorzubereiten, oder sie zu selbständigem Leben und Wohnen zu erziehen. Auch Überleitung ins betreute Einzelwohnen kann am Ende einer Unterbringung stehen.

 

Zielgruppe
Zielgruppe sind Kinder oder Jugendliche , die individueller Hilfe bedürfen, einen zeitweisen größeren Abstand von ihrem sozialen Umfeld benötigen oder mit einer größeren Gruppierung  (Heimgruppenunterbringung)  Schwierigkeiten haben. Nicht aufgenommen wird bei Drogenproblematik.

 

Verbundsystem / Kostensatz

 Wir gehören dem Verbundsystem der Er.Ste. Trägergesellschaft für sozialpädagogische Einrichtungen in Schleswig Holstein an, arbeiten aber autonom. Der Tagessatz (2007) beträgt 99,52€ .